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Die Landschaft in der Umgegend im Herzen Deutschlands

 

 

                                                                                                                                 

 

 

 

 

 

Die Rhön bietet ihren Gästen eine unverbrauchte herrliche Landschaft, weitab von jeder größeren Industrie, und dennoch schnell und bequem zu erreichen.

Verschiedentlich trifft man bei Wanderungen die Zeugen aus der heroischen Zeit der Kelten auf Reste zyklopischer Mauern, den ältesten Kulturdenkmälern der Rhön. (Die Kelten befestigten über 20 Bergkuppen im heutigen Rhöngebiet. Diese z. T. stadtartigen Kernsiedlungen waren Herrensitze und sichere Orte, wohin die Bevölkerung der Umgebung bei Gefahr fliehen konnte. Sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt des keltischen Burgnetzes in der Rhön war die Milsenburg bei Hofbieber).

Die Rhön ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs, das knapp bis 1000 m aufsteigt. Sie liegt ziemlich genau in der Mitte der Bundesrepublik; die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen haben daran Anteil. Die Rhön hat eine Besonderheit, die sie von anderen Mittelgebirgen unterscheidet. Viele Gipfel sind unbewaldet. Das verspricht auf den meisten Wanderungen schöne Fernblicke in alle Richtungen. Im Zentrum des Gebirges liegt der Naturpark Rhön, der 1992 als Biosphärenreservat der UNESCO ausgezeichnet wurde. Führungen und hervorragend beschriftete Lehrpfade geben einen guten Einblick in die seltene Tier- und Pflanzenwelt.

Geologisch besteht die Rhön aus einem großen Sandsteinbuckel, der ursprünglich von Muschelkalk bedeckt war. Vulkane haben die Gesteine an vielen Stellen durchbrochen und große Basaltkegel aufgetürmt, die heute noch die Landschaft bestimmen. Viele Orte, die sich “Bad” nennen dürfen zeugen von der Zeit der Vulkane. Ihre meist aus großen Tiefen stammenden Heilwasser sind das letzte aktive Zeichen aus dieser erdgeschichtlichen Epoche.

Zur Geschichte dieser Gegend

In den Randgebieten der Rhön konnte man Ackerbau schon für die Steinzeit nachweisen. Erst die Kelten, die das Gebiet ab 500 v. Chr. besiedelt hatten, ließen uns deutliche Spuren ihres Lebens zurück. Vielleicht stammt von ihnen auch der erste geschichtlich greifbare Name des Gebirges, denn manche Forscher führen den alten Namen Buchonia nicht auf den dortigen Buchenbestand, sondern auf ein keltisches Wort der Bedeutung “Buckel” zurück. Jedenfalls war es der Charakter der Umgebung als “Buckelland”, der den Kelten der La-Te´ne-Zeit – einem großen, lockeren Stammesverband, der sich unter dem Dach einer gemeinsamen Kultur von der Rhone bis Transsylvanien und von den Alpen bis zur Rhön erstreckte – ein idealer Siedlungsraum war, als sie von Norden und Osten her durch die Germanen unter Druck gerieten. Überall lagen Berge, die sich durch Ringwalle zu Burgen ausbauen ließen.

Um Christi Geburt  gewannen dann aber doch die Germanen die Oberhand, doch offenbar drängten sie die Kelten nicht zurück, sondern sogen sie auf. Die Rhönkultur bleibt nämlich bis weit in die Völkerwanderungszeit hinein keltisch geprägt. Echt germanische Fundstellen sind spärlich.

Um etwa 500 nach Chr. drangen die stark expandierenden Franken in das Gebiet der Rhön ein und teilten es in überschaubare Regionen ein, die sie mit Hilfe der Kirche leicht beherrschen konnten. Bischof Bonifatius, vom Papst eigens dazu ermächtigt, war dafür ein willkommener Helfer. Um 742 gründete er das Bistum Würzburg, 744 das Bistum Fulda. Beide waren, in moderner Sprache ausgedrückt, Verwaltungszentren für das umgebende Land. Dass man mehr Konkurrent als Freund war, wundert nicht. Mehr als 1000 Jahre lang sollten sich die beiden Bischofsitze über die Herrschaft in der Rhön streiten. Die dritte Partei in diesem Zwist waren die Henneberger, die sich langsam, aber sicher immer mehr Land untertan machten. Ein sehr wesentlicher Einschnitt in der Entwicklung des Landes war der Bauernkrieg im Jahre 1525, der unendlich viel Elend über die Bevölkerung brachte. Die Reformation, die überall dort eingeführt wurde, wo das Land dem Adel unterstand, hatte auf die Wirtschaft wenig Auswirkungen. Der Dreißigjährige Krieg allerdings führte zu einem Niedergang, von dem sich das Innere  der Rhön bis in unser Jahrhundert hin nicht mehr richtig erholen sollte. Im Krieg um die Vorherrschaft in Deutschland zwischen Preußen und den vier Königreichen Bayern, Hannover, Sachsen und Württemberg spielten sich die meisten Kämpfe auf dem Gebiet der Rhön ab.